Roseggers Waldschule

 

Roseggers Waldschule



Dank des Dichters Peter Rosegger konnte durch seine Spendenaufrufe und eigene Dichterlesungen die Waldschule in Alpl am 28. September 1902 eröffnet werden.
Erst am 5. Mai 1902 konnten Grundsteine für die neue Waldschule gelegt werden. Zur Einweihung kamen Gäste aus nah und fern (um einige zu nennen: Fam. Rosegger, Wilhelm Lienhardt - damaliger Landesschulinspektor - Bildhauer Hans Brandstätter, Bgm. Anton Habersack, ...) und der Schlüssel zur Waldschule wurde von Peter Rosegger dem Bürgermeister überreicht, der ihn an den Lehrer weitergab.
Die Bauernkinder bedankten sich mit Blumen bei Peter Rosegger für die Schenkung dieser neuen Schule, denn "mehr haben wir leider nicht", waren ihre dankbaren Worte.

Vorher hat es in dieser Gemeinde nie eine Schule gegeben.

Erst 1848 kam ein alter Schullehrer, und machte den Vorschlag gegen Kost und Dach die Bauernkinder unterrichten zu wollen. Sein Name war Michael Patterer. Er lernte den Alpler Bauernkindern lesen und schreiben.
Er wohnte in einem kleinen Häuschen am Berghang, wo er auch 1857 einsam gestorben ist.

Beim Geburtshausaufgang kann man einen Seitenpfad verfolgen, der in den Wald zum Patterer-Marterl führt, das die Stelle des Häuschens, wo er einst wohnte bezeichnet.

Am 6. Oktober 1902 wurden bereits 23 Kinder unterrichtet. Sie wurden vom 1. Waldschulmeister Leopold Kramar betreut. Peter Rosegger machte sich Gedanken, was geschehen solle, wenn die Schule nicht mehr von Kindern besucht würde. Er faßte folgendes am 31. Dezember 1901 zusammen: "Das Schulhaus ist Eigentum der Gemeinde Krieglach. Sollte in Alpl die Schule einmal überflüssig werden, so ist das Schulhaus in irgendeiner guten anderen Art dienstbar zu machen. Zu gunsten der Alpler, oder wenn solche nicht mehr vorhanden sein sollten, zu gunsten der ganzen Gemeinde Krieglach - aber stets nur für Lehrzwecke (ist) der Ertrag zu verwenden."